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Bukowski — 26 September, 2010 - 08:51

Wo finde ich ihn, wie bekomm ich ihn? Wie halt ich ihn?

Ein Ziel im Leben ist es sicherlich, den Partner fürs Leben zu finden. Aussagen wie, auf jeden Topf passt ein Deckel, wie die Faust aufs Auge, Gleich und Gleich gesellt sich gern, usw. All diese Weisheiten haben Sinn und zugleich auch keinen. Ob es jetzt in einer Beziehung optische oder charakterliche Gründe sind, wie auch Einstellungen und Interessen, die Basis hierfür legt jeder erstmal für sich alleine fest. Was ich allerdings glaube ist, dass es den perfekten Partner nicht gibt. Auch wenn alles zusammenpasst, „wie die Faust aufs Auge“ zum Beispiel. Gibt es immer noch die Tagesform. Jeder hat mal sein Hoch wie auch Tief, nur muss dies dem Partner ja nicht sofort auffallen. Erwischt man ihn am falschen Fuß, kann dies allein der Auslöser für sehr viel mehr sein. Der also den “perfekten“ Partner sucht, sollte sein Lebensziel nicht in der Partnerwahl festlegen! Allein bei der Erkenntnis, dass Frauen und Männer unterschiedlich sind, ist derjenige schon wieder am Ende der einen Partner sucht, der so ist wie er. Auch weil jeder seine Macken und Schwächen kennt, die auch jeder hat! Ist das Resultat ja wieder, dass der Partner dann nicht perfekt ist, man ist es ja selber nicht. Wie findet man also den "Perfekten" oder besser, den richtigen Partner für sich? Es geht ja schon los, wenn man den Begriff finden benutzt. „Wann finde ich endlich den richtigen Partner?“ Wer sich diese Frage stellt, der ist auf der Suche! Suchen kann man Handys, Geldbeutel, Autoschlüssel und sonstige Sachen, die wieder zu finden sind, schließlich gibt es diese Dinge auch! Der richtige Partner jedoch erscheint oder ist schon da. Suchen hat auch immer was mit sehen zu tun … nur man sieht ihn nicht! Man erkennt ihn und dieses Erkennen hat ausschließlich mit Gefühlen zu tun (leider erblinden viele innerlich schon zu früh, um DAS GEFÜHL zu erkennen). Bei diesem Prozess ist auch jegliche DRITTE Person alias “Pseudoamor“ überflüssig.

Was man am Anfang zu sehen glaubt.

Der Ausgangspunkt ist, beide Parteien SUCHEN den Partner fürs Leben!
Man sieht sich das erste Mal und findet sich zunächst optisch ansprechend. Wenn man jetzt nicht stumpf ist wie ein Hackstock und ein wenig Menschenkenntnis hat, müsste einem auffallen, dass nun der nonverbale Teil der Kommunikation begonnen hat. Dazu gehört in erster Linie eine Art Balz.
(Wir stammen hald doch vom Affen ab, was hier auch wieder schön zu erkennen ist). Egal ob Männlein oder Weiblein, beide versuchen die Aufmerksamkeit, des Anderen zu erhaschen.
Beim Mann ist es eher von maskulinen oder materiellen Eigenschaften geprägt. Bauch rein Brust raus, sich zum Spaß mit den Kumpels rangeln, flaschenweise die Getränke ankarren lassen sowie verdammt laut sprechen, damit SIE auch wirklich den ganzen Schwachsinn zu hören bekommt. Das Verhalten der Frau ist im Normalfall (kein alkoholischer Totalausfall!) geheimnisvoll! Beim Blickkontakt muss SIE natürlich aufpassen, dass es nur zufällige Blicke sein dürfen, wehe es wird ein Gestarre wie bei IHM. Lachen mit den Freundinnen ist immer wichtig, SIE weiß zwar nie, um was es geht, wie auch wenn man nur mit der eigenen Selbstpräsentation beschäftigt ist, aber trotzdem wird gelacht, bis das Make-up Falten wirft.
So jetzt ist es bei beiden so weit, der Alkoholkonsum ist auf die Stufe „rhythmische Bewegungen (oder auch nicht) zum Sound auf der Dance Area“ gestiegen. So, maskulin und feminin nähern sich, das erste Wort ist gesprochen (von IHM), was es auch immer für ein hoch geistiger und überaus Intellekt freier Dünnschiss war, jenes Resultat ist ein Getränk an der Bar. Jetzt geht’s los! Er versucht im ganzen Gespräch (IHR alleiniger Monolog), außer zu nicken und zu lächeln, nur einen Satz zu formulieren (der eh anders über die Lippen geht wie im Kopf vorbereitet), mit dem Ziel SIE mit in SEIN Bett zunehmen.
Wir gehen davon aus SIE hält was auf sich, schließlich will SIE was Festes und es kommt an diesem Abend nicht zustande! ER will zwar auch was Festes, allerdings kann bei IHM die Reihenfolge des Kennenlernens ruhig ein wenig variieren. Übrigens waren wir schon beim ersten Test Ihrerseits. Test? Ja!, SIE hat überprüft, ob ER nur mit IHR in die Kiste will oder ob er ein größeres Interesse an IHR hat. Kommt es zum netten Abschied, dann hat ER einen Pluspunkt. Is er allerdings daraufhin noch Wort fauler und immer mehr kurz angebunden, womöglich hat er plötzlich noch wichtige Termine, hat er verschissen! In unserem Fall ging ER mit Pluspunkt und sie mit dem Gedanken, „mhh, ob das Erste wohl ein Junge oder ein Mädchen wird“. Doch beide gingen ohne Handynummer.

Man kennt ja jetzt den Namen des anderen!

FACEBOOK sei Dank! Das Erste, was gemacht wird, ist noch am selben Abend (egal ob man noch was sieht oder eher nicht) den Computer hochfahren und seinen “perfekten“ Partner suchen. Man hat ihn dann auch gefunden und versucht so viel wie möglich aus einem Profil zu entnehmen, bei dem man noch keine Freundesanfrage gestellt hat. Wird von IHRER Seite aus auch nicht passieren, schließlich ist es wie beim Tanzen ER fordert SIE auf und nicht andersrum. Kurz bevor dann die Äuglein zufallen, kommt von ihm dann doch noch die Anfrage. Es ist ja noch Restalk drin und somit der Mut. Doch die Bestätigung der weiblichen Seite erfolgt nicht umgehend, auch nicht am nächsten Tag! Erst kurz vorm darauffolgendem WE. Es darf keines Falls der Eindruck erweckt werden, dass man sehnsüchtig darauf gewartet hat, SEINE Anfrage zu bekommen. Warum kurz vorm WE? Weil einem ja nicht durch die Lappen gehen darf, wo man seinem Göttergatten “zufällig“ über den Weg läuft. ER hingegen macht genau das, was SIE erhofft. Es wird im Stundentakt „heut Abend Magma, paaaaaaaaaartyyyyyyyyyy!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“ gepostet, sodass es sich schon fast bei allen Anderen in den Bildschirm brennt. Dieses Date is so sicher wie das Amen in der Kirche! Ist es der Andere auch wirklich? Der Abend ist da! Der Türsteher hat einen zum Glück wieder rein gelassen, denn man weiß ja nichts mehr vom letzten Mal. Nur auf eines fokussiert geht es ab in den Club. „Hoffentlich sind viele von meinen Freunden da, macht immer ein gutes Bild beim anderen, wenn man bekannt ist!“ Dadurch sich für den heutigen Abend beide Parteien so dermaßen auf gepimpt haben, fällt es anfänglich mit dem erkennen des Anderen recht schwer. „Oh mein Gott ist SIE/ER es wirklich? Schaut ja super aus, (kein Wunder, man hat sich ja nach dem Frühstück, nur mehr mit seinem Styling beschäftigt, da is es auch egal, wenn man für seine Eltern beim Verabschieden ein Fremder ist)!

„Verbale Kommunikation“ die Zweite, Klappe und Aktion! (Lügen für eine ehrliche Basis!)

-Beide sind nur ganz wenig betrunken-! Nach kurzem Small Talk geht’s dann auch gleich zur Sache mit dem SICH ins rechte Licht rücken. Was ungefähr dem Helligkeitsgrad der Sonne entspricht. Flunkern, schwindeln oder wie es auch genannt wird!? Wer ehrlich zu sich ist, nennt es Lüge! Aber erstmal egal, da komm ich, später noch mal drauf zu sprechen.
Man macht jetzt seinem Gegenüber unmissverständlich klar, dass man ein Leben führt, was einem Hollywoodstreifen gleichkommt. Doch zum Glück hat der Andere DICH kennengelernt, so kannst du mit ihm die Hauptrolle besetzen … und die Titanic sorgt früher oder später für den gemeinsamen Untergang. Haben dann beide gegenseitig die Gehirnwäsche beim zukünftigen, “perfekten“ Partner vollzogen, ist die Zeit gekommen. Man kannte sich ja schon ganze drei Wochen und darum auch genug mit dem Händchenhalten. Außerdem kommt man sich vor als würde man sich schon ewig kennen, also ab in die Beziehung. Jetzt hat die restliche Umwelt, die nächsten Monate keinerlei Zugriff auf die Liebenden.

Ein Grund der Abschottung ist sicherlich, die Aufrechterhaltung der vorgegaukelten Hollywoodillusion. Man führt, wenn man so will, ja eine Art Doppelleben. Es ist anfänglich einfach alles “Wölkchen“. Man nennt sich auch nur noch Bussi, Bärli, Mausi, Schatzi und die Mausis und Bärlis usw. schaffen es komischerweise immer, über eigentliche Kleinigkeiten hinweg zuschauen. Kleinigkeiten? Ja genau Kleinigkeiten!
„Is doch nicht schlimm, dass das Geschirr nur in die Spüle gestellt wird und nicht gleich in die Spülmaschine“!
„Is doch nicht schlimm, dass die langen Haare jeden Morgen im Waschbecken hängen“!
„Is doch nicht schlimm, dass die Zahnpasta ständig ohne
Deckel rum liegt“!
„Is doch nicht schlimm, dass mein “perfekter“ Partner meine besten Freunde nicht so leiden kann“!
„Is doch nicht schlimm, dass …..
Das sind kleine Probleme, die in jeder Beziehung vorkommen! Es sind auch einfach zu lösende Probleme … nicht, aber wenn ein Multiplikator im Raum steht, der sich “perfekter“ Partner nennt. Jetzt sind wir bei zwischenmenschlichen Defiziten angelangt, die dem Anderen vorenthalten wurden. Sagen wir mal ca. vor drei Monaten bei unserer Schwindelei.

Wer ehrlich zu sich ist, nennt es Lüge!

Es war und ist es auch noch sehr häufig, dass vortäuschen falscher Tatsachen! Ab diesem Moment egal wo, wie, wann und wie häufig man zuvor Kontakt hatte, ist jetzt der Zeitpunkt, an dem es sich entscheidet. Wie glücklich macht mich mein “perfekter“ Partner? Auch nach der sog. Anfangseuphorie und nach der Erkenntnis, dass mein “perfekter“ Partner gar nicht so ist, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Ein Grund ist nämlich die Vorstellung! So wie man sich seinen “perfekten“ Partner vorstellt, stellt er SICH einem auch vor. Es ist verdammt einfach so zu agieren, die meisten machen es, nur eben unbewusst. (Über solche Themen denkt meiner Ansicht nicht der Löwenanteil nach!) Beim “Manipulieren“ (erstes Darstellen seiner selbst) ist es schon mal nicht schlecht, wenn man bei seiner Wortwahl so flexibel ist, dass man anfänglich auch nicht Standpunkt treu sein muss, dann hat man schon viel gewonnen. Aussagen müssen so getroffen werden, um problemlos die Meinungen vom Objekt der Begierde annehmen zu können. Jetzt braucht man nur noch ein wenig Menschenkenntnis oder einen Crash-Kurs in nonverbaler Kommunikation (Mimik, Gestik) und schon ist man Ms. oder Mrs. “perfekt“. Oder eben ein Lügner, der auf seine schauspielerische Ader baut. Es ist auch nicht wichtig, wer von den zukünftigen “perfekten“ Partnern sein Kartenhaus auf wackeligem Fundament baut. Gestattet ist es IHM wie auch IHR, der Schmerz bleibt der Gleiche. Jetzt hat man ein charakterliches Problem festgestellt und dies nach nur drei Monaten. Wo doch noch alles so frisch und BEINAHE alles noch “Wölkchen“ ist! Das Problem liegt wo? Richtig! …In den Anfängen der gemeinsamen Zukunft, wo man die Lügen für eine ehrliche Basis in Anspruch nimmt, nur um den traumhaften Prozess des Kennenlernens aufs Minimum zu verkürzen. Ein unangenehmer Faktor kommt in dieser Phase noch hinzu. Wenn man kein besonders gefestigtes Selbstwertgefühl hat und sich durch LÜGEN (flunkern, schwindeln) in Szene setzen muss, fängt jetzt an SICH zu belügen. Um für die Öffentlichkeit, die ja mit dem Finger auf einen Zeigt, weiterhin die Illusion zu wahren die einer top funktionierenden Beziehung entspricht. (Man hat ja schließlich den “perfekten“ Partner und selber ist man es ja auch!) Man kann sich plötzlich dumpf daran erinnern, dass die ein oder andere objektive Person einen darauf aufmerksam machen wollte, unter diesen Umständen nie diese Beziehung einzugehen.

Blind? Ne, verliebt!

„Ach was soll sein? Wir sind so glücklich wie noch nie!“ „Ne des is nur der Stress der Arbeit!“ „Es ist wirklich Liebe.“ usw. Ist ja auch verständlich, ganz klar ist man in der Birne auch noch nicht. Da hängt ja noch die Verliebtheit rum, die jeden klaren Gedanken wie auch eine nüchterne Reflexion über die letzte Zeit unmöglich macht. Weil die Zurückverwandlung in sein Wirkliches ICH, nicht von heute auf morgen geht, fällt es auch die nächste Zeit (zum Teil Jahre) gar nicht wirklich auf. Jetzt lernt man wie man sich auf die Zunge beißt und ein Stresstopf wird. Wie viel Stress in so einen Topf passt, ist unterschiedlich. Zum großen Teil ist es aber so, dass man hin immer schön randvoll hält, weiterhin aber trotzdem nie anspricht, was einen stört, und sei es nur die Zahnpasta. Der Stress wird mehr und der böse Alltag kehrt ein. Dazu kommt der Klassiker, man lebt sich auseinander. Das Gefühl einer Fremde dem anderen gegenüber macht sich breit. Warum wohl? Kennenlernen bis zur Beziehung, ganze drei lange Wochen, in denen man es nach den ersten drei Dates schafft, sich total zu verschießen und folglich daraus in die Blindheit abtaucht. Man machte aus sich jemanden der man nicht ist. Nur damit der Andere beeindruckt von einem ist. Weiterhin hat man die sog. Kleinigkeiten in den ersten drei Monate lieber mal nicht angesprochen. Die darauffolgende Zeit hat man aber auch noch nichts gesagt. Jetzt steht der dritte Jahrestag vor der Tür und alles, was man im letzten Jahr miteinander erlebt hat, war Zoff. Ach ja, man baue immer fest auf Lügen (Flunkereien, Schwindeleien) auf!

Sich nach drei Tagen verlieben.
Sich nach drei Wochen zur Beziehung bekennen.
Sich nach drei Monaten zeigen, wer man wirklich ist.
Sich nach drei Jahren eingestehen, dass es nicht für Liebe reicht.
Im schlimmsten Fall aber,
Sich nach 30 Jahren noch immer dulden.

Tobias Schlokat

Was man am Ende sieht!

Allem Anschein nach ist es doch so, dass die Zeit, die man miteinander verbracht hat, erstmal nie wieder zurückkommt. Es bleiben einem also nur Erinnerungen, die bei einer Trennung geballt durch den Kopf schießen und ein Gefühlschaos veranstalten, was sich gewaschen hat. Egal wie man sich trennt, es bleiben gute, - so wie auch nicht so gute, - vielleicht auch schlechte Erinnerungen im Gedächtnis. Uns verfolgen aber bei einer Trennung noch mehr ständige Begleiter, auch wieder, egal wie man sich trennt.
Es sind die Tränen die eine Trennung Trennungswert machen. Lässt man den ersten Schmerz nach einer gewissen Zeit mal ziehen und die letzte Träne trocknen, nimm dir noch viel mehr Zeit. Danach ist es erstmals möglich, über das Vergangene zu reflektieren. Die Zeit, die als verloren galt, ist plötzlich in Form von Erfahrung wieder da. Jetzt ist es auch möglich, aus der damaligen Not, eine derzeitige Tugend zu machen. Ich weiß auf Anhieb, was ich nie wieder will und was ich sicher brauche.
Nach solch einer durchaus auch positiven Erfahrung wird man auch ein wenig mehr sensibel und feinfühlig. Vorausgesetzt man lernt aus seinen Fehlern!
Am Ende sieht man es dann gar nicht mehr so wild!

Wer sich selbst recht kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennenlernen. (Edgar Allan Poe)

Wenn dann auch dieser Schritt vorbei ist, dann nimmt man sich wieder Zeit. Wir brauchen diese Zeit jetzt ausschließlich für uns. Jedoch nicht um sich selber zu finden, schließlich weiß ich ja, wo ich bin. Es geht wieder ums Erkennen.
Wer ich bin und wie ich bin, was ich fühle und wie ich fühle. Irgendwann stellt sich dann eine innerliche Zufriedenheit ein, welche einem den Zwang der vergeblichen Suche nimmt. Jeder Mensch strahlt, ob er will oder nicht, immer ein wenig von seinem derzeitigen Gefühlszustand aus. Ärger, Trauer, Hass, Freude, Eifersucht, Gelassenheit usw. usw. Hab ich also noch den Zwang zu suchen, ist es naheliegend ein unruhiges Gemüt zu haben. Wer Unruhe ausstrahlt, zeigt gleichzeitig auch Ängste und Unsicherheit. Solche Gefühlszustände übertragen sich automatisch und unbewusst auf die Gesellschaft, wobei Andere um einen herum es sehr wohl aufnehmen und spüren. Es gibt unzählige Beispiele dafür, wenn man als Neuling in eine bestehende Gruppe kommt, spürt man sofort die Sympathie o. Antipathie. Stellt man sich an einem verkaufsoffenen Sonntag, oder vor Feiertagen einfach mal in die Fußgängerzone, spürt man die Unruhe, Hektik, Missgunst, Ärger usw. Diese Stressoren übertragen sich auf jeden. Stellt man sich aber beim Altstadtfest in die Fußgängerzone, wo die Dichte der Menschen viel höher ist, fühlt man trotz Gewusel die Freude und die Gelassenheit. So eine Art Behaglichkeit könnte man fast sagen. Würde man in eine Meditationsrunde auch nur einen rein setzten, der unter einem Stressor wie Zeitmangel steht, dann ist aber mal sicher, dass er alle Anderen auf seinen Stresstrip mitnimmt. Wenn man also sich und seine Gefühle kennt und die negativen Gefühle vermeidet, spricht man von einer Selbstzufriedenheit. Ist man dann mit sich zufrieden, wird man plötzlich schöner. Es heißt nicht um sonst, „die wahre Schönheit kommt von innen!“ Da is eben genau diese Sache gemeint. Es gibt Menschen, bei denen optisch alles perfekt ist. Wenn man ihnen aber in die Augen schaut, vermisst man jenes Funkeln, was Freude, Wärme, Sympathie und noch vieles mehr transportiert. In Ihren Augen ist die Leere zuhause. Sie unterliegen ihrem selbst gemachten Zwang des eigenen Perfektionismus. Immer getrieben vom Neid auf andere und der Gier für sich vollkommen zu werden. Solange das Funkeln nicht entfacht wird, wird dieses Ziel zu einem realitätsfernen Wahnsinn.
Aber so ist es bei all denen, die es nicht erkennen, ab wann es ihnen eigentlich gut geht!

„Jeder bringt Mitgefühl auf, wenn es einem Freund schlecht geht, der edle Charakter zeichnet sich jedoch damit aus, sich über die Erfolge seines Freundes zu freuen“
Tobias Schlokat

Gebrauchsanweisung für die perfekte Beziehung zwischen IHR und IHM.

Grundlegend ist es doch erstmal so, dass es nie nach Plan verlaufen kann! Es ist ja schon schwierig ein Leben als Single zu planen, wobei die hohe Kunst dann da drin besteht, alles nach diesem Plan zu verwirklichen. Genauso wie diese Beziehungsratgeber in denen Nettigkeiten stehen, die man seinem Partner dann ins Ohr flüstern kann, um ein angenehmes Klima zu erzeugen. Wer nicht weiß, wie es Zuhause wettert und stürmt, weiß auch nicht, wie verletzlich ein Mensch sein kann. Spätestens beim ersten Blickkontakt
Sollte man in etwa wissen, was mit seiner besseren Hälfte los ist. Aber das Beste was ich je gelesen hab in Sachen Beziehungen war ein Heftchen (Werbegeschenk bei einer Buchbestellung) mit der Anleitung, zum korrekten Verhalten bei Streitigkeiten in der defensiven Position. Schon alleine wie des geschrieben ist … Bundeswehr lässt grüßen! Was mich gleich noch mehr angekotzt hat, war, dass sich der Hauch von Emanzipation aus dem Blödmannswerk breitmachte. Wieso wird auch nur der Mann auf allen 25 Seiten in diesem Drecks Heft als die Superknackwurst hingestellt. Keine Frage, die Frau war Göttin! Jeder Dritte defensiver Satz war …, „tut mir leid mein Engel, Schatz, usw.“ Naja gebrannt hats zumindest.
Also Gebrauchsanweisungen oder Fahrpläne für eine Beziehung gibt es nicht!
Um den besagten „Overkill“ zu vermeiden, hilft eine ganz einfache Sache, das Gespräch. Sicherlich ist reden nicht für jeden was. Gerade wenn man den Partner auf etwas hinweisen will, ohne ihn zu kränken oder gar zu verletzten. Auch ein Briefchen würde der Sinnhaftigkeit genüge leisten. Dabei hat man auch noch die nötige Ruhe eine adäquate Formulierung aufs Papier zu zaubern. Was meines achtens sehr viel bringt, wenn man sich nach und nach aneignet, sich in seinen Partner zu versetzen. So ist es leichter abschätzbar, welche möglichen und unverhofften Reaktionen auftreten können. Im Normalfall ist es ja so, was mich verletzt, verletzt den anderen sicherlich auch. Leider ist nicht jede Auseinandersetzung schon im Keim zu erdrücken. Außerdem was wäre eine glückliche Beziehung, ohne einer gepflegten Keilerei (wir reden hier nicht über Vollkontakt geschweige denn überhaupt von Körperkontakt). Würde man nicht streiten, hätte man keine Fehler und ohne Fehler wäre man dann alles, nur kein Mensch mehr. Wieder beim leidigen Thema. Durch unsere Fehler gibt es also auch keinen “perfekten“ Partner, höchstens den Richtigen.

„Der richtige Partner ist jemand, der die Melodie deines Herzens kennt und sie dir vorsingt, wenn du sie vergessen hast.“

Brandgefährlich sind Auseinandersetzungen bei denen sich Sprechen zum Schreien entwickelt und typische Handbewegungen, die eigentlich NUR zur visuellen Unterstützung der Wortbetonung beitragen SOLLTEN, plötzlich in eine Art Kampfsport ausarten. Man achte auch auf einen schnellen Themenwechsel im Gefecht. Bei einem
Streit mit dem Potenzial, sich in einen Krieg zu entwickeln, ist die Gefahr groß, dass dem Partner absolut verletzende und irreparable Sachen an den Kopf geworfen werden.
Eine nach meiner Erfahrung top Sache ist, GEHEN und die Gemüter abkühlen lassen. Dies am besten in einer Umgebung, wo man sich selber wohlfühlt und ein Übermaß an Ruhe hat. So, beim WUSA angekommen und mittlerweile runter gekommen, bietet es sich jetzt an, zu versuchen das Vergangene aus dem Blickwinkel des Partners zu betrachten. Abzulegen ist: Seinen falschen Stolz, wie auch die Eitelkeit, hat man zur Krönung noch einen Dickschädel, dann viel Sauerstoff! Wenn man es jetzt schafft, auch nur eine Nuance des anderen zu verstehen, ist man dem anderen ein ganzes Stück näher gekommen.
Wie fängt man nach einem Streit an, ohne gleich wieder zu streiten? Wäre man grad nicht gegangen, um ruhig zu werden und um die Betrachtungsweise des Konflikts zu ändern. Würde man lösungsfrei und immer noch in der Streiterei verwickelt sein. Wir aber haben uns beruhigt und kommen mit ein wenig Verständnis wieder. Übrigens Dein Partner hatte auch Zeit, um runter zu kommen. Wenn man jetzt mit dem Punkt Verständnis beginnt, zeigt man dem Partner ja gleichzeitig sein Interesse an ihm und an der Sache, der für ihn ja ein Auslöser eines Streits war. Wetten, dass es mit einem normalen Gespräch beginnt und im Regelfall auch so beendet wird!
Im Streit selber kann man schon erkennen, wie weit man vorangeschritten ist, wenn man die vier Stufen beachtet.
STUFE 1: Verneinung der Information
STUFE 2: Abwerten des Senders
STUFE 3: Schaffung neuer Argumente
STUFE 4: Auf „stur schalten“
Super ist, auch wenn man die Stufen mischt, was automatisch der Fall bei einer erstklassigen Eskalation ist. Dadurch Beziehungen nicht nur durch Streit und Auseinandersetzungen genährt und am Leben gehalten werden, verlier ich die letzten Worte über den Nährstock einer glücklichen Beziehung.

Sie ist es, für die es lohnt zu leben!
Sie ist es, die dich unvergesslich macht! Sie ist es, die dich fühlen lehrt!
Sie ist es, die dich hält, ohne festzuhalten!
Tobias Schlokat

Sie ist das SCHÖNSTE, was man haben kann, um sie zu haben dann, bedingt es einer Eigenschaft, dein Charakter, der dann Luft zur liebe macht, behüte sie sie ist zerbrechlich und selten noch ersätzlich. Wenn sie geht, dir einmal fort, ist sie nicht mehr zu finden dort. Besucht sie dich mit Wiederkehr, tu ihr den Gefallen und gib sie nie mehr her. Beschütze und behüte, denn sie ist die größte Güte.

Tobias Schlokat

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Zufälliger Spruch

Die Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, die Religion ohne Naturwissenschaft ist blind.

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