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Die Gesellschaft spielt eine Melodie, aber welches Instrument bin ich?

Bukowski — 26 September, 2010 - 08:53

Ich bin wer ich bin! Diese Aussage ist so einfach wie auch schwer. Wer soll ich schon sein außer Mir selber? Im Leben durchläuft man so viele Prozesse, dass man nie genau sagen kann wer man ist. Aber eins weiß jeder über sich und zwar wie er ist. Egal ob ehrlich, falsch, lustig, traurig, laut, ruhig, usw..

Nicht zu vergessen sind die Eltern die aus ihren Kindern lesen wie aus einem Buch. Die besten Freunde oder der beste Freund, hat es vielleicht auch über die Zeit geschafft einen richtig einzuschätzen. Zumindest ist es bei den meisten so, dass sie Bezugspersonen haben bei denen sie Trauer, Freude oder andere Gefühlsausbrüche sich von der Seele reden können. Genau dieser Kreis ist das, was man beste Freunde nennt! Aber auch entferntere Freunde können einen recht gut einschätzen, weil sie auf eine gewisse Weise ein Interesse an einem haben. Jetzt gibt es noch einen Kreise in der Gesellschaft bei denen man durch seine Persönlichkeit im Gedächtnis bleibt, dies sind Kollegen, Bekanntschaften beim weggehen, wie auch beim Sport usw. Allerdings wird es da schon ab und zu eng, dass diese Leute einen richtig einschätzen. Schließlich sind solche Bekanntschaften eher flüchtig und die Gespräche sind meist von Fachlichem oder vom Small Talk geprägt. Die Hierarchie für diese Personengruppen würde ich mal so einteilen, zuerst Eltern, beste Freunde--> Freunde--> Bekannte Kollegen, usw. -->Sonstige.

Jetzt komm ich zur Personengruppe SONSTIGE! Diese Sonstigen kennen einen gerade mal vom sehen, oder auch nur vom hören. Komisch ist aber, dass gerade diese Leute zu wissen glauben einen gut zu kennen. Hier ist die Entstehung der vielen Probleme die es durch solche Kasperln gibt. Im Normalfall sieht es nämlich so aus, dass auf dieser Ebene der Propaganda fast nur schlecht geredet wird. Mir geht es laufend so, dass mir von Bekannten, Freunden zugetragen wird, dass der oder der schlecht über mich geredet hat. Meistens ist es aber jedoch so, dass ich nicht mal ein Gesicht von diesem jemand im Kopf hab wenn mir der Name gesagt wird. Ich stell mir dann immer die Frage, wie im Gottes Namen schafft es so einer über mich zu urteilen obwohl er sich nie die Mühe gemacht hat auch nur ein Wort mit mir zu wechseln.

Vorurteile sind ja gut und schön, hat auch jeder über einen den man nicht kennt. Aber diese sollte man erstmal bei sich behalten bis man weiß wer der andere überhaupt ist.

Es ist mir schon sehr oft so gegangen, dass ich im Laufe eines ersten Gespräches plötzlich gehört habe „du bist ja gar nicht so wie man immer hört“! Genauso hab ich auch schon oft meine erste Meinung über verschiedene Leute ändern müssen mit denen ich ins Gespräch gekommen bin.

Diesen die aber das Gespräch gefunden haben egal wie, entweder durch Zufall oder Gezielt, ist kein Vorwurf zu machen.

Was ich nur nicht verstehe sind die, die es sich zur Aufgabe machen über einen nur schlechtes zu verbreiten. Ohne zu wissen über wen sie eigentlich reden. Es muss trotzdem ein reges Interesse bei diesen Leuten herrschen über andere für sie unbekannte zu lästern, sonst würde man doch da keine Zeit opfern, diese Person als Gesprächsstoff zu verwenden. Unglaublich jedoch ist bei der ganzen Sache, dass Lästereien die von dritten ausgehen immer lange aktuell bleiben. Bis irgendwann mal jemand kommt und dich darauf anspricht.

Was muss man darstellen oder wie muss man sein, welches Instrument muss man in dieser Gesellschaftsmelodie sein, damit man so ein Gesprächsthema wird?

Es hat jeder eine Geschichte die er bis heute sein Leben nennen kann. Mal war sie gut, mal war sie schlecht. Aber wenn man urteilen will, dann muss man sich der Geschichte des anderen widmen um darüber erzählen zu können!

Tobias Schlokat



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